2018-Erinnerung


Buchlesung mit Christina Schwanitz im April 2018



Experimentalvortrag Brand- und Explosionsgefahren

Jeder von uns hatte schon mal so ein unangenehmes Erlebnis im Haushalt: Es riecht verschmort aus der Steckdose, oje, ein Kabelbrand? Irgendwie kam die Gasflamme in die heiße Pfanne und das Feuerchen auf dem Herd schlägt hoch, oje, was schnell tun?

Roland Stiegler erklärte Ende Mai 2018 fast dreißig Zuhörerinnen und Zuhörern geduldig und humorvoll die Gefahren von Feuer im Haushalt. Der Referent brachte jahrzehntelange Routine mit und ein umfangreiches Versuchsequipment. Er ließ es zündeln, fackeln und knallen. Durch direktes Erleben lernt man schließlich am Besten. Und im Feuerwehrgerätehaus, in dem der Bürgerverein zu Gast war, konnte nichts passieren.



Delegation von Groz-Beckert KG vor der Nadelfabrik - Quelle: Bürgerverein
Delegation von Groz-Beckert KG vor der Nadelfabrik - Quelle: Bürgerverein

Firma Groz-Beckert besucht ihre Wurzeln in Erfenschlag

 

Am 22. Juni 2018 besuchten 37 Gesellschafter der Groz-Beckert KG mit Angehörigen einen der beiden Ursprungsorte des heute weltweit führenden Nadelherstellers für Textilmaschinen.

C. F. Ernst Beckert (1840 Eibenberg - 1909 Radebeul) gründete 1871 in Erfenschlag seine Nadelfabrik. Das Fabrik- und Wohngebäude, erbaut 1880, in der Erfenschlager Str. 165, steht bis heute und war ein Besuchsziel. Der Hauseigentümer Gerald Delling war zugegen.

 Die Delegation aus Albstadt in Baden-Württemberg besuchte auch die Freiwillige Feuerwehr Erfenschlag, die von Beckert 1874 gegründet wurde. Wehrleiter Frank Kutzner begrüßte die Gäste gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Bürgervereins, Wolfgang Köhler. Jörn Richter vom Verlag Heimatland Sachsen mit Verlagssitz in Erfenschlag  erläuterte die Vita Beckerts. Im Verlag erschien ein Lebensbild des historisch wichtigsten örtlichen Unternehmers.

 

Anschließend fuhren die Gäste nach Radebeul zur Grabstätte Beckerts. Ein Besuch des Industriemuseums Chemnitz steht später auf dem Programm. 1884 zog Beckert's Fabrik von Erfenschlag nach Chemnitz um. Die Firma fusionierte 1937 mit dem süddeutschen Nadelhersteller Groz und fortan sind beide Unternehmensgründer namensgebend.


Die Zukunft von Bus und Bahn in Erfenschlag

Auf Einladung des Bürgervereins informierte Mathias Korda vom Verkehrsverbund VMS über die Bauarbeiten und geplanten Änderungen im Bahnverkehr durch Erfenschlag. Rund 50 Teilnehmer aus Erfenschlag, Einsiedel und Reichenhain drängten sich am 24. Oktober im Sportlerheim und führten eine rege Diskussion.

 

Das wird neu:

Die Bahnstrecke durch Erfenschlag nach Aue wird Teil des "Chemnitzer Modells". Eine Habridbahn (Elektrisch bis Reichenhain, danach mit Diesel) ersetzt die Erzgebirgsbahn und die Buslinie.

Nach Ende der Bauarbeiten 2020 fährt die Bahn über Reichenhain, Technopark, Uni, Zentralhaltestelle zum Hbf.

Der Grundtakt tagsüber wird halbstündig (früher einstündig). Die Fahrzeit zur Zentralhaltestelle wird kürzer als früher, die Zeit bis zum Hbf aber länger.

In Erfenschlag wird es zwei Haltepunkte geben: der bisherige (neuer Name: Erfenschlag Mitte) und ein weiterer neuer Halt (Erfenschlag Ost) Richtung Einsiedel auf der Höhe der Einmündung Kurt-Franke-Straße).

Als Vision für 2030 könnte die Strecke elektrifiziert werden. Das wäre mit sauberem Strom ökologisch wünschenswert und für die Streckenanwohner auch leiser.

Beim derzeitigen Schienenersatzverkehr gibt es viel Einzelkritik zu Anschlüssen. Der VMS bittet um detaillierte Beschwerden, um Verbesserungen zu suchen.


Die Ausfahrt im Oktober 2018 nach Franzensbad und Eger.

 

 Die Führung unserer Gruppe, durch eine attraktive junge Frau, durch die wunderbare Kuranlage von Franzensbad war sehr ausführlich, interessant und in einem sehr gut verständlichem deutsch. Anschließend ging es zum Mittagessen im Hotelrestaurant, in wunderbarem Ambiente. Das Essen kam schnell und war lecker, einschließlich süßer Nachspeise. Der optische Höhepunkt war eine Veranstaltung im Ballhaus in traditioneller Kleidung der Jahrhundertwende.

 Nach der Weiterfahrt nach Eger, hatte jeder Zeit zur freien Gestaltung, zum umschauen und erkunden. Ein großer neu gestalteter Marktplatz mit Kirche und vielen kleinen Läden und Cafe's lud ein, uns bei strahlendem Sonnenschein auf Terrassen, Kaffee und Kuchen schmecken zu lassen. Der Kirchturm bot, nach etwas beschwerlicherem Aufstieg, einen excellenten Rundblick. Ein paar echte Karlsbader Oblaten mußten natürlich auch mitgehen.

 Die Rückfahrt erfolgte dann über Klingenthal – Mühlleiten im wunderbaren sonnigen Abendlicht. Auf dem großen Parkplatz an der Rodelbahn bekamen wir alle noch ein Paar Wiener Würstchen zum Ausklang des Tages.

 Die Weiterfahrt bis nach Hause war zum Zurücklehnen und den Tag nochmal Revue passieren zu lassen.

Kurzum, es war ein Rundum gelungener und perfekt organisierter Tag. Vielen vielen Dank...